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2008

Einpacken

Ich beschreibe mal: Ich habe ein hübsches, edles Geschenk gekauft. Im Augenblick denke ich an ein Buch. Und zwar an einen Gedichtband mit fröhlichen Gedichten aus den letzten zwei Jahrhunderten. Ich liebe dieses Buch, und nun will ich es verschicken. Da fällt mir nur ein schönes Blatt Papier ein, nicht zum Schreiben, sondern nur zum Begucken und dass es mein Präsent umhüllen soll, so richtig liebevoll. Der Empfänger soll wissen: Hier spricht die Zuneigung zum Beschenkten. Und die Dankbarkeit und die Treue, die ich für ihn empfinde.

Und wenn die Umhüllung des Buches seine Dienste getan hat, wird sie in den Papierkorb getan, aber alle guten Wünsche bleiben.

 

Ich packe meinen Koffer

Reise ich eigentlich gern? Ich weiß nicht, zuerst freue ich mich (kommt aber drauf an!), und dann fange ich an, im Kopf zu sortieren: Oh ja, mein liebstes Buch muss mit - ein Gedichtband! Und meine kleine Flöte. Und für jeden Tag Wäsche zum Wechseln. Schick aussehen muss ich nach außen auf jeden Fall, und dann kann kommen, was da will! Ich bin ich! Und wenn ich wieder zu Hause bin und meinen Koffer auspacke, bin ich froh, dass ich gesund bin und alle meine gepackten Sachen wieder nach Hause gebracht und die meisten gar nicht gebraucht habe.

 

Schmetterling aus der Schachtel

Ich habe einen bunten Schmetterling mit braunen und roten Tönen - fast denke ich: Ob er nicht doch fliegen kann? Fliegen in die weite, weite Welt. Wohin? Ich weiß es nicht, und doch geschieht alles nach Plan. Und da fällt mir das Gedicht ein:

"Tschin.. bumm und bumdaa, zieht im Triumph der Perser Schah! Und um die Ecke brausend . . ., flog" usw.

Vom wem das Gedicht ist, ich weiß es nicht, aber es war ein bekannter Dichter. Und sicher hat der Dichter seine Freude an diesem Schmetterling gehabt, genau wie der Schmetterling selbst. Jeder freut sich, wenn er einen Schmetterling sieht und denkt dabei: Wie ist das Leben schön und denkt dabei bestimmt nicht an das Ende. Es ist nur Freude und Dankbarkeit.

 

Reisen - eine Last oder eine Lust?

Weshalb soll ich eine Reise antreten? Ganz dumme Frage! Entweder ich will Neues erleben, andere Völker, andere Landschaften kennenlernen, oder ich möchte meine großen Bildungslücken füllen. Und was das Wichtigste ist, ich möchte meine Gesundheit pflegen, erneuern oder reparieren.

Oder vielleicht möchte ich einmal sehen, ob es andere Menschen auch so gut haben wie ich? Darüber kann man lange nachdenken! Und immer wieder gehe ich als alter Mensch in meine Jugend zurück. Und was ich da an Reisen, Wanderungen und Segeln erlebt habe, ist mir heute noch gegenwärtig. Es waren nicht die Reisen in ferne Gegenden oder auch an fremde Wasser, sondern meine Wanderungen mit dem Wandervogelbund. Sie wurden gut vorbereitet. Nicht nur sachgemäß die Rucksäcke gepackt, sondern feste Schuhe gekauft, auch passende Landkarten, und bei Bedarf wurden die Fahrräder in Ordnung gebracht. Es war unsere nähere Umgebung, die wir eroberten. Das Teufelsmoor hat mich als junger Mensch beeindruckt. Noch heute sinne ich den Kahnfahrten von Worpswede nach Bremen nach. Und wir konnten fröhlich zusammen singen und schwimmen und auf popeligen Kochern auf drei Beinen unser Essen bereiten. Meistens gab es Schokoladenreis oder Erbsensuppe. Soll mir einer sagen, wir taten nichts für die Bildung!